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Tipps & Tricks

1. Die Schlägerseite bzw. die Krümmung des Blattes
  • Links oder rechts, Linksausleger oder Rechtsausleger, Krümmung des Blattes links oder rechts, ich spiele links oder rechts... Einige dieser zum Teil verwirrende Begriffe hast du bestimmt schon einmal im Zusammenhang mit deiner Schlägerhaltung gehört. Doch letztlich haben sie nichts damit zu tun, ob du nun Links- oder Rechtshänder bist.

  • Beispiel: Meinen Schläger halte ich auf der linken Seite vom Körper, die linke Hand ist damit näher zum Blatt, die rechte Hand ist oben und umschließt den Knauf (Schraubenzieherhaltung). Damit ist die linke Seite automatisch meine Vorhandseite, da meine linke Hand quasi in Vorhandrichtung den Schläger spielt. Kurzum: ich bin Linksausleger und benötige ein linkes Blatt an meinem Schläger. Die Krümmung oder Biegung des Blattes darf dabei die maximal zulässigen 30mm nicht überschreiten.

  • Nach unseren nun schon fast zehn jährigen Erfahrungen benötigen etwa 2/3 unserer Kunden einen linken Schläger und etwa 1/3 einen rechten. Die Entscheidung für die linke oder rechte Schlägerhaltung muß jeder Spieler für sich am besten durch intensives Dribbling ermitteln, um damit ein möglichst gutes und sicheres Ballgefühl zu entwickeln.

2. Die Schaftlänge meines Schlägers
  • Die übliche Schaftlänge (die Schaftlänge ist die Schlägerlänge ohne Blatt) eines Unihockey-Schlägers beträgt 95cm.

  • Inklusive des Blattes sollte der Schläger vom Boden mindestens bis zum Bauchnabel reichen. Die Maximale Schlägerlänge sollte die Unterkante des Brustbeines nicht übersteigen.

  • Glücklicherweise gibt es inzwischen Unihockey-Schläger in vielen unterschiedlichen Schaftlängen, so daß das meist lästige Kürzen des Schaftes durch Absägen der Vergangenheit angehört.
3. Das Kürzen des Schaftes
  • Sicherheitshinweis: Beim Sägen des Schaftes können sich am Schaft scharfe Kanten bilden, die ein Verletzungsrisiko darstellen. Desweiteren können sich hierbei scharfkantige Fasern ablösen, die ebenfalls ein Verletzungsrisiko darstellen. Beim Sägen entsteht Staub, der auf keinen Fall eingeatmet oder in die Augen gelangen darf. Beim unvorsichtigen Hantieren mit diesen Gegenständen kann es ungewollt zu Verletzungen oder gar zur Zerstörung von Bauteilen kommen. Wir weisen darauf hin, daß wir hierfür keinerlei Haftung übernehmen können. Wir raten daher dringend zur Verwendung von entsprechenden Schutzbrillen, Grobstaubfiltern und Sicherheitshandschuhen.

  • Das Kürzen des Schaftes, falls dies einmal notwendig werden sollte, darf nur vom Griffende her erfolgen. Der Schaft darf niemals von der Blattseite aus gekürzt werden, da sonst die Griffmarke und ggf. auch die IFF-Vignette ungültig wird.

  • Zum Kürzen des Schaftes entfernt man zunächst das Griffband und danach die Abschlußkappe vom Schaft. Mit einer Metallsäge (z.B. Puksäge aus dem Baumarkt) wird der Schaft auf die gewünschte Länge gerade abgesägt. Danach setzt man die Abschlußkappe wieder auf und fixiert sie mit ein wenig Klebeband. Anschließend umwickelt man den Schaft mit Griffband. Das Griffbandende wird mit ebenso mit einem Stück Klebeband fixiert. Das war's auch schon!
4. Der Schaftquerschnitt
  • Schäfte gibt es derzeit in den folgenden Querschnittsvarianten:
    • Rund: kreisrunder Querschnitt sowohl für die Stockhand (oben) und die Führungshand (unten). Erleichtert das Umgreifen und Drehen des Schaftes. Die Elastizität des Schaftes in radialer Richtung ist konstant.

    • Oval: ovaler Querschnitt fördert die Grifffestigkeit am Schaft. Die Elastizität des Schaftes ist in radialer Richtung ungleich verteilt. D.h. die Biegung des Schaftes ist bei gleicher Belastung in Querrichtung des Blattes größer als in Längsrichtung.

    • Dual: ovaler Querschnitt für die Stockhand (oben) und runder Querschnitte für die Führungshand (unten). Der Schaft kann so mit der Stockhand leicht und sicher gedreht werden und mit der Führhand richtungsneutral unterstützt werden.


  • Mit Geduld und ein wenig handwerklichem Geschick kann sich jeder Spieler mit 'Schafteinlagen' den ursprünglich kreisrunden Querschnitt auf einen ihm genehmen Querschnittsverlauf im Griffbereich gestalten. Die hierzu notwendige Schafteinlage wird unter das Griffband gelegt, dort fixiert ehe das neue Griffband darüber gewickelt wird. Solche Möglichkeiten der Nachrüstung finden sich z.B. bei den High-End-Schlägern von Canadien oder solchen von Fat Pipe, wozu es entsprechende 'Eva Bands' bzw. 'Oval Kits' gibt.

5. Die Elastizität (Schafthärte, Biegesteifigkeit, Flex)
  • Schläger für den Spielbetrieb sind bauartgeprüft und mit einer Vignette des beauftragten Prüfinstitutes SP (Sveriges Tekniska Forskningsinstitut, Borås) bzw. der beauftragenden IFF versehen. Durch die Vignette wird dokumentiert, dass der verwendete Schläger vorgegebene Eigenschaften z.B. in Bezug auf Sicherheit und Verletzungsgefährdung einhält.

  • Dabei wir u.a. auch die Elastizität des Schaftes eines Unihockey-Schlägers bestimmt. In der Regel kann am Schaft abgelesen werden, wie stark sich der Schaft bei einer vorgegebenen Abstützlänge durchbiegt, sollte er mit 300N mittig belastet werden. Solche Angaben bewegen sich zwischen 23mm (hart) und 38mm (weich). Bei einem ovalen Querschnitt ist die Elastizität unterschiedlich in Blattlängs- und Blattquerrichtung.

  • Generell kann gesagt werden, daß harte Schäfte (wenig elastisch) besser für harte Schüsse (insbesondere Schlagschüsse) geeignet sind, hingegen dämpfen aber weiche Schäfte (mehr elastisch) den Ball bei der Ballannahme (Passpiel) besser und ermöglichen so ein angenehmes Ballgefühl. Es gibt unzählige Kombinationen der Hersteller von harten, mittleren und weichen Schäften die mit unterschiedlich harten Blättern kombiniert werden können. Jeder Spieler muß für sich herausfinden, welche Elastizität des Schaftes und welche Härte des Blattes für ihn am besten geeignet ist. Hier hilft nur Probieren...
6. Das Biegen des Blattes (Krümmung)
  • Sicherheitshinweis: Beim Biegen des Blattes wird mit Bauteilen und Werkzeugen gearbeitet, die eine erhöhte Temperatur haben können. Beim unvorsichtigen Hantieren mit diesen Gegenständen kann es ungewollt zu Verletzungen oder gar zur Zerstörung von Bauteilen kommen. Wir weisen darauf hin, daß wir hierfür keinerlei Haftung übernehmen können. Wir raten daher dringend zur Verwendung von entsprechenden Sicherheitshandschuhen.

  • Grundsätzlich gilt laut Regelwerk: Legt man das Blatt mit der Vorhandseite nach unten auf eine ebene Unterlage, so muß der Abstand zur größten unteren Erhebung kleiner gleich 30mm betragen! Dies ist die maximal zulässie Krümmung des Blattes.

  • Erwärme das Blatt in heißem Wasser. Eine Heißluftpistole empfehlen wir nur geübten 'Biegern'.

  • Sobald das Blatt gleichmäßig durchgewärmt ist, biege es vorsichtig und gleichmäßig in die gewünschte Form. Ggf. muß dieser Vorgang (Erwärmen & Biegen) mehrfach wiederholt werden, bis die gewünschte Form sich einstellt.

  • Sobald das Blatt die gewünschte Form erreicht hat, halte das Blatt in der Form und tauche es zum Abkühlen in kaltes Wasser z.B. in einem Eimer. Halte das Blatt in der Form solange, bis es schließlich vollständig abgekühlt ist.
7. Das Wechseln des Blattes
  • Damit die Zertifizierung des Schlägers durch das Wechseln des Blattes nicht verloren geht, darf nur ein Blatt des gleichen Herstellers am Schaft montiert werden. Durch ein Blatt eines anderen Herstellers verliert der Schläger sonst seine Zulassung für den Wettspielbetrieb.

  • Sicherheitshinweis: Beim Wechseln des Blattes wird mit Bauteilen und Werkzeugen gearbeitet, die eine erhöhte Temperatur haben können. Beim unvorsichtigen Hantieren mit diesen Gegenständen kann es ungewollt zu Verletzungen oder gar zur Zerstörung von Bauteilen kommen. Wir weisen darauf hin, daß wir hierfür keinerlei Haftung übernehmen können. Wir raten daher dringend zur Verwendung von entsprechenden Sicherheitshandschuhen.

  • Entferne die Halteschrauben aus dem alten und aus dem neuen Blatt.

  • Erwärme mit einem Fön oder eine Heißluftpistole vorsichtig das alte Blatt an der Verbindungsstelle zum Schaft, damit sich dort der Kunststoff erwärmt und der eventuelle vorhande Heißkleber weich wird. Wichtig ist, daß diese Verbindungsstelle umseitig erwärmt wird und nicht nur aus einer Richtung die Erwärmung erfolgt.

  • Wenn vorsichtig und ausreichend erwärmt, ziehe das Blatt gerade und ohne es zu drehen vom Schaft ab. Hierbei ist teilweise ein erhöhter Kraftaufwand erforderlich.

  • Erwärme jetzt das neue Blatt vorsichtig an der Verbindungsstelle allseitig. Hierdurch läßt sich später der Schaft leichter in die vorgesehene Öffnung des Blattes hineinschieben.

  • Schiebe das Blatt nun in der richtigen Ausrichtung über den Schaft. Einige Schäfte haben zur Orientierung am unteren Ende eine Strichmarke. Hieran läßt sich die Ausrichtung des Blattes leicht erkennen und ganz gut vornehmen.

  • Wenn das Blatt korrekt ausgerichtet ist, fixiere das Blatt mit den beigefügten Schrauben. Ggf. müssen die Schraublöcher am Schaft mit einem dünnen Bohrer neu verbohrt werden.

  • Bei einigen Blättern gibt es kleine Besonderheiten zu beachten. Es empfielt sich vorher, die zusätzliche Hinweise auf der Verpackung zu beachten. Auch sollte der für die jeweilige Schraube nötige Schraubendreher vorhanden sein und die passende Größe haben.
8. Das Wechseln des Griffbandes
  • Entferne den unteren Klebestreifen bzw. Gummiring, der das Griffband fixiert. Wickele dann das Griffband sauber von unten nach oben ab.

  • Mit dem Ankleben des neuen Griffbandes wird am oberen Schaftende dicht unterhalb des Stopfens begonnen. Klebe das Griffband nun faltenfrei und spiralförmig so um den Schaft, daß sich die einzelnen Schichten um wenige Millimeter überlappen. Hierbei ist wichtig, dass sich keine Falten oder Wellen im Griffband bilden.

  • Um unteren Ende wird das Griffband mit einem beigefügten Klebestreifen bzw. Gummiring fixiert.
9. Schutzbrillen
  • Um mögliche Augenverletzungen bei der Ausübung des Unihhockey-Sportes zu vermeiden, empfehlen wir die konsequente Anwendung von Schutzbrillen. Insbesondere im Kinder- und Jugendbereich raten wir dringend zur Anwendung solcher Schutzbrillen sowohl während des Trainings als auch im Wettspielbetrieb.

10. Torwarthelme
  • Ein Schutzhelm für den Unihockey-Sport muß für den Wettspielbetrieb entweder durch eine IFF- oder eine CE-Zertifizierung als geeignet gekennzeichnet sein. Es reicht in den meisten Fällen aus, wenn der Helm mit einer CE-Marke als zugelassen gekennzeichnet ist.

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Euer Servicteam FLOORBALL FUCHS

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